Nachhaltigkeit am Wuppertal Institut

Nachhaltigkeitsmanagement beginnt mit einem klaren „Commitment“ der Organisation: Alle wesentlichen Auswirkungen der Organisation auf seine Umwelt und seine Stakeholder müssen in den Blick genommen werden. Auf der Basis dieser Bestandsaufnahme gilt es dann strukturiert Maßnahmen zu ergreifen und transparent zu berichten. 

Für das Wuppertal Institut hat das Nachhaltigkeitsmanagement eine besondere Bedeutung: Nachhaltigkeit ist das zentrale „Geschäftsfeld“ des Instituts. Die wesentlichen Erkenntnisse der anwendungsorientierten Nachhaltigkeitsforschung auch im eigenen Unternehmen umzusetzen muss hier der Anspruch sein. Darüber hinaus formulieren auch die Mitarbeitenden am Wuppertal Institut dies als wichtiges Anliegen: Viele Kolleg*innen engagieren sich auch im privaten Umfeld für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Dem sollte der eigene Arbeitsplatz in nichts nachstehen. Am Wuppertal Institut wird dies operativ von der Arbeitsgruppe „Nachhaltigkeitsmanagement am Wuppertal Institut“ umgesetzt. Hier engagieren sich Kolleg*innen für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit am Institut.

Schließlich sind die Berichterstattung und der Austausch des Gelernten wichtiger Bestandteil des Nachhaltigkeitsmanagements. Um transparent zu kommunizieren, berichten wir hier nicht nur über unsere Kennzahlen, sondern erweitern unser Vorgehen um Aspekte und Impulse aus unserer wissenschaftlichen Arbeit und laden zum „Mitmachen“ ein.

Berichtsmerkmale

Die Berichterstattung erfolgt nach den Standards der Global Reporting Initiative (GRI).

Die Ermittlung der spezifischen wesentlichen Inhalte dieses Berichts basiert auf denen des Nachhaltigkeitsberichts 2016 sowie einer Befragung im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums im Sommer 2021. Bereits 2016 haben Vertreter*innen der verschiedenen relevanten Bereiche eine erste Auswahl getroffen, welche durch eine Mitarbeiter*innen-Befragung priorisiert und ergänzt wurde. Im Rahmen des Jubiläums wurde diese Auswahl auch von externen Stakeholdern bewertet und ergänzt. Für den Nachhaltigkeitsbericht 2021 wurden die 2016 ausgewählten Aspekte erneut überprüft und an die neue GRI-Version „SRS“ angepasst.

Der Nachhaltigkeitsbericht wird alle fünf Jahre veröffentlicht. Die Kennzahlen werden zusätzlich alle zwei Jahre fortgeschrieben und in einem Indikatorenbericht über die Instituts-Website zugänglich gemacht. Der Bericht ist als Bestandsaufnahme der Nachhaltigkeitsaktivitäten am Wuppertal Institut angelegt.   

Meilensteine

Johannes Rau, ehemaliger Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, gab 1991 den Startschuss: Das Wuppertal Institut nahm seine Arbeit auf. Es war die Zeit großer politischer Veränderungen. Nicht nur das Ende des Kalten Krieges und die deutsche Wiedervereinigung veränderten die Welt. Als neue globale Herausforderung ist der menschengemachte, weltweite Klimawandel in das Bewusstsein der politisch Verantwortlichen gerückt.

1991

Das Institut versteht sich mit seinem wissenschaftlichen stark transformativen Ansatz dabei als „Ermöglicher von Utopien“. Es will durch Disziplinen übergreifende und praxisintegrierende Forschung Wissen für den Wandel zu einer ökologisch, ökonomisch und sozial gerechten globalen Transformation bereitstellen.

Der 1998 bezogene Anbau wird nach damalig höchstem Effizienzstandard für Bürogebäude errichtet. Sein Dach schmückt eine Solaranlage, die – kombiniert mit effizienter Beleuchtung – über ein Mitarbeiter*innen-Einsparcontracting finanziert wurde.

1998

Aus dem Institutstag 2010 geht das „Nachhaltigkeitsmanagement“ als „Schlüsselthema“ für die Institutsentwicklung hervor. Seitdem koordiniert und initiiert die AG Nachhaltigkeitsmanagement am Wuppertal Institut die Aktivitäten in diesem Bereich. Die Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, auf Grundlage einer systematischen Bestandsaufnahme, kontinuierlich die zentralen Handlungsfelder Energie, Mobilität und Beschaffung zu bearbeiten. Daneben betreut die AG auch die interne Nachhaltigkeitskommunikation, um so die Belegschaft möglichst breit einzubinden. Auch der Erfahrungsaustausch zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement mit den anderen Instituten im Ecornet-Verbund wird von der AG gepflegt.

2010

Die Immobilie „Döppersberg 17–19“ wird durch die „Immobilienentwicklungsgesellschaft Nachhaltiges Wuppertal mbH & Co. KG“ gekauft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Gebäude im Sinne der Ziele des Wuppertal Instituts weiterzuentwickeln. Dadurch werden weitreichende Maßnahmen im Gebäudebereich möglich.

2015

Der erste vollständige Nachhaltigkeitsbericht nach Maßgabe der GRI-Richtlinien erscheint.

2016

Seit Dezember 2017 ist das Wuppertal Institut Mitglied des B.A.U.M.-Förderkreises und orientiert sich am B.A.U.M.-Kodex für nachhaltiges Wirtschaften und sorgt für dessen Umsetzung.

2017

Der Zwischenbericht mit Indikatoren zum Nachhaltigkeitsmanagement wird erstellt.

2018

Das Wuppertal Institut feiert das 30-jährige Jubiläum. Im Rahmen der Jubiläumskonferenz wird eine Stakeholder-Umfrage für den zweiten Nachhaltigkeitsbericht umgesetzt.

2021

Der XDC-Bericht wird veröffentlicht.

2021

Das Nachhaltigkeitsmanagement wird gestärkt und ausgebaut: Ab 1. März 2022 gibt es im Organigramm auch formal die Funktion der/des Nachhaltigkeitsbeauftragten mit eigenem Stundenkontingent und eigenem Budget.

2022